Alte Katzen – Tiere mit speziellen Bedürfnissen

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Das Samtpfötchen Frieda liebt es in letzter Zeit, in der Nähe des warmen Heizkörpers auf einer Decke zu liegen und vor sich hin zu dösen. Sie ist auch nicht mehr so neugierig wie früher, als sie mit Vorliebe zwischen den Blumen am Fensterbrett saß und das bunte Treiben auf der Straße beobachtete. Oft hat man das Gefühl, sie wird auch vergesslich.

Die Lebenserwartung unserer Hauskatzen nimmt in den letzten Jahren durch die qualitativ hochwertige Fütterung und auch die vorschreitende Verbesserung der Gesundheitsvorsorge ständig zu, Katzen mit 16, 17, oder gar 18 Jahren sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Viele Katzen erreichen ein hohes Alter bei scheinbar guter Gesundheit, bei anderen kann man, wenn man genau hinschaut, verschiedene Probleme erkennen.

NÄCHTLICHES MIAUEN, UNSAUBERKEIT, SCHMERZEN

Pauli_02Typische Verhaltensänderungen bei alten Katzen sind:

Veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus, zielloses Umherwandern, nächtliches Schreien, veränderter Appetit, reduzierte Körperpflege, Unsauberkeit, Ängstlichkeit, Reizbarkeit, um nur einige zu nennen.

Katzen sind „stille Leider“

Sie sind wahre Meister darin, Schmerzen ohne Lautäußerung zu ertragen. Sehr oft hört man von Besitzern: Seit meine Katze die Schmerztabletten bekommt, ist sie wieder viel beweglicher, sie sitzt sogar wieder am Fensterbrett und schaut hinaus, genau wie früher! Auch alte Katzen haben Arthrosen und damit verbunden Gelenkschmerzen wie der Mensch und es ist verhältnismäßig einfach, ihnen dabei zu helfen.

Viele alte Katzen haben auch ein Problem mit der Wärmeregulation und frieren dauernd. Die wichtigsten Wärmequellen stellen das Futter und die Bewegung dar und beides funktioniert bei Senioren oft nicht mehr zufriedenstellend.

TYPISCHE ALTERSERKRANKUNGEN

Diabetes, Nierenprobleme, Bluthochdruck und eine Schilddrüsenüberfunktion sind häufige Alterserkrankungen bei Katzen. Als erstes auffälliges Anzeichen sieht man oft einen übermäßigen Durst, eine gewisse Rastlosigkeit oder die Tiere magern ab. Eine Blutuntersuchung kann zumeist schnell Klarheit zur Gesundheitssituation schaffen, selbst das Blutdruckmessen ist mit den uns zur Verfügung stehenden modernen Geräten kein Problem mehr und wird gut toleriert.

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Empfehlenswert wäre eine Gesundenuntersuchung ab etwa 8 bis 10 Jahren. Oft kann man mit gezielten Futterzusätzen oder auch Diäten späteren Problemen einfach vorbeugen. Zudem sind etwa 50% der 15-jährigen Katzen dement und bedürfen einer besonderen Betreuung.