Die Haustiere der Haustiere

Europäische Hauskatze

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Einstellung zu unseren Haustieren, speziell bei Hund und Katze, dahingehend geändert, dass sie Familienmitglieder geworden sind. Aktuellen Studien zufolge schlafen etwa 60 Prozent der Hunde und Katzen bei ihren Besitzern im Bett. Da ist es wohl die mindeste hygienische Forderung, dass diese Tiere keine unliebsamen Gäste mitbringen.

Die angesprochenen Gäste sind Parasiten, die nicht immer mit freiem Auge sichtbar sind. Eine regelmäßige Bekämpfung dieser Plagegeister ist das oberste Gebot, die Frequenz der Mittelgabe individuell unterschiedlich. Ein- bis zweimal jährlich ist sicher zu wenig. Ihr TierarztIn berät Sie gerne. Eine sehr gute Übersicht findet man auf der Homepage der Vereinigung der Europäischen Veterinärparasitologen: http://www.esccap.de. Flöhe und Zecken sind bei genauem Hinsehen sichtbar. Flohkot macht auf einer feuchten Küchenrolle rotbraune Flecken.

Die Würmer und ihre unsichtbaren Eier

Um den Tieren unnötige Medikamentengaben zu ersparen, kann der Tierbesitzer seit kurzer Zeit eine Kotprobe selbst ins Labor schicken und untersuchen lassen. Sie wird dort mit dem äußerst präzisen ELISA Test auf Kopro-Antigene untersucht. Dabei kann genauer als es mikroskopisch möglich ist, ein Spulwurm-, Hakenwurm-, Peitschenwurm- oder Giardienbefall diagnostiziert werden. Fragen Sie Ihren TierarzIn nach den PetChek IP Kits!

Zecken haben fast das ganze Jahr Saison

Heuer kann man extrem viele Zecken beobachten. Der Holzbock (Ixodes ricinus) hat für sein Auftreten 2 saisonale Höhepunkte: März bis Juni und September bis November. Die Auwaldzecken (Dermacentor reticulatus) sind fast ganzjährig zu finden. Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) gab es früher bei uns nicht, wurde aber eingeschleppt und kann in warmen Räumen zum Problem werden. Die Zecken können in allen 3 Entwicklungsstadien am Tier gefunden werden: Larve (winzig klein wie Mini-Spinnen), Nymphe sowie erwachsene Zecke. Vollgesogene Zecken können bis zu 1 cm groß sein!

Zecken sind wahre Überlebenskünstler. So können sie problemlos 1 Jahr ohne Nahrung überdauern, man findet sie auch bis zu 1500 m Seehöhe. Temperaturen bis zu -13° überleben sie bis zu 24 Stunden lang. Auch Wasser kann ihnen nur wenig anhaben. Bis zu 3 Wochen unter Wasser sind kein Todesurteil, selbst einen Waschgang bei 40°C überstehen sie meist unbeschadet.

Die Behandlung der Plagegeister

Es stehen gut wirksame Tabletten, Spot-on Präparate, Halsbänder sowie Shampoos mit unterschiedlichen Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Biologische Produkte sind nicht zwangsweise harmloser als die konventionellen. Man kann immer wieder beobachten, dass die Wirksamkeit der jeweiligen Präparate individuell sehr verschieden ist, ebenso kann die Stärke des Wurm- und Zeckenbefalls von Tier zu Tier sehr stark variieren!

Weiterführende Infos zu den Parasiten finden Sie HIER >