FASTest – MegaCor Diagnostik

Folgende FASTest Schnelltests können bei uns in der Praxis sofort durchgeführt werden:

Testkit zum Nachweis von Felinen Leukämievirus im Vollblut, Plasma und Serum von Katzen.

Der FASTest FeLV basiert auf einem immunchromatographischen “Sandwich”-Prinzip. Das Probenmaterial wandert auf einer mit Antikörpern beschichteten Fließmembran. Diese Antikörper, die für das p27-Protein des FeLV hochspezifisch sind, sind mit kolloidalen Goldpartikeln markiert. Ist das Leukämievirus in der Probe vorhanden, so bildet sich ein spezifischer Antikörper-Komplex, welcher auf der Membran weiterwandert und von dem membranfixierten Antikörper, der gegen ein anderes Epitop des p27 gerichtet ist, abgefangen wird. Dadurch kommt es zu einer starken Verdichtung des kolloidalen Goldkomplexes, was in Form einer pink-purpur farbenen Linie im Ergebnisfenster sichtbar wird. Diese Linie erscheint nur bei positiven Proben. Freie nicht gebundene Antikörper wandern weiter und werden in der Kontrollzone von membranfixierten Antikörpern abgefangen. Durch diese Verdichtung der Goldpartikel kommt es zur Bildung einer pink-purpur farbenen Linie im Kontrollfenster. Diese Positivkontrolle bestätigt die korrekte Testdurchführung. Der Test liefert damit innerhalb weniger Minuten einen qualitativen Nachweis von FeLV-Antigen.

Ein negativer FASTest FeLV sagt aus, dass keine Virämie vorliegt
– bei einer nichtinfizierten Katze
– bei einer latent infizierten Katze
– bei einer in den ersten Wochen (< 4 Wochen) infizierten Katze

Ein einmalig positiver FASTest FeLV sagt aus, dass eine Virämie vorliegt
– bei einer infizierten Katze (transient oder persistierend)
– bei einer nicht-infizierten Katze (falsch positiv)
→ Testwiederholung nach 4 – 8 Wochen, bis dahin Isolation (FeLV-Ausscheider)

Ein bestätigter positiver FASTest FeLV spricht für eine Virämie (transient, persistierend)
→ 1. Testwiederholung nach 6 Wochen
→ evt. 2. Testwiederholung nach weiteren 10 Wochen
– Katze bleibt positiv: Hinweis auf persistierende Virämie (Progressorkatze mit hohem Risiko für die Entwicklung von Lymphosarkomen oder FeLV assozierten Erkrankungen).
– Katze wird negativ: Hinweis auf transiente Virämie (Regressorkatze mit vollständiger Virus Elimination, gesunde Katze)

Testkit zum Nachweis von Antikörpern gegen das Feline Coronavirus (FCoV) und eng verwandte Coronaviren in Vollblut, Plasma und Serum von Katzen.

Der FASTest FIP basiert auf einem immunchromatographischen “Sandwich”-Prinzip. Das Probenmaterial wandert auf einer mit synthetischem Peptid beschichteten Fließmembran. Bei diesem Peptid handelt es sich um rekombinantes felines Coronavirus Kapsidprotein des FCoV, das mit kolloidalen Goldpartikeln markiert ist. Sind Antikörper gegen das FCoV in der Probe vorhanden, so bildet sich ein spezifischer Antigen-Antikörper-Komplex, welcher auf der Membran weiterwandert und von dem membranfixierten Peptid im Ergebnisfenster gebunden wird. Dadurch kommt es zu einer starken Verdichtung des kolloidalen Goldkomplexes, was in Form einer pink-purpur farbenen Linie im Ergebnisfenster sichtbar wird. Diese Linie erscheint nur bei positiven Proben. Freies nicht gebundenes Peptid wandert weiter und wird im Kontrollfenster abgefangen. Dadurch kommt es ebenfalls zu einer Verdichtung der Goldpartikel und zur Bildung einer pink-purpur farbenen Linie im Kontrollfenster. Diese Positivkontrolle bestätigt die korrekte Testdurchführung. Der Test liefert innerhalb weniger Minuten einen qualitativen Nachweis von anti-FCoV Antikörpern.

Hinweis
Die Serologie unterscheidet nicht zwischen harmlosen und FIP-verursachenden Mutanten der FCoV, sie zeigt nur eine irgendwann stattgefundene (und in vielen Fälllen noch stets vorhandene) Infektion. Jede seropositive Katze kann an FIP sterben, egal wie hoch der Titer ist.

Ein positiver FASTest FIP kann daher bedeuten:
– die Katze hat FIP
– die Katze ist mit avirulentem, felinem enteralem Coronavirus (FECV) infiziert (Ausscheider!)
– die Katze war mit einem FECV oder anderem Coronavirus infiziert, hat es eliminiert, trägt aber noch Antikörper
– die Katze ist gegen FIP geimpft (Bei gegen FIP geimpften Tieren ist das Testresultat i.d.R. negativ, da nach Angaben der Impfstoffhersteller die FIP-Impfung normalerweise keine humorale, sondern eine lokale und zelluläre Immunität induziert. Ausnahmsweise kann es aber auch zur Ausbildung niedriger Antikörpertiter und dadurch zu einem positven Testergebnis kommen).

Ein negativer FASTest FIP kann daher bedeuten:
– die Katze hat kein FIP, bzw. keine feline Coronavireninfektion
– eine kranke Katze kann dennoch an FIP erkrankt sein (z.B. wenn alle Antikörper in AG-AK-Komplexen gebunden sind)

Die Diagnose FIP kann nur im Zusammenhang mit der Anamnese und den klinischen Befunden gestellt werden. Der Nachweis von Antikörpern gegen FCoV durch den FASTest FIP ist ein zusätzlicher, wichtiger diagnostischer Baustein zur Identifikation infizierter Katzen:
– zur Kontrolle des FCoV-freien Status in Zuchten, Heimen
– zur Testung eines Einzeltieres vor Aufnahme in ein antikörperfreies Katzenkollektiv
– zur Kontrolle des FCoV-Status vor einer FIP-Impfung