Impfempfehlungen für Hunde und Katzen

Impffolder
Ab sofort liegen unsere neuen Folder mit den aktuellen Impfempfehlungen und auch mit Infos zur Parasitenbekämpfung bei uns in der Praxis zur Mitnahme bereit!

Ein häufig diskutiertes Thema in der Tierarztpraxis sind Impfungen. Was sind Impfungen genau, warum, wogegen und wie oft soll man impfen?

Impfungen sind vorbeugende Schutzmaßnahmen gegen seuchenhafte, meist tödlich verlaufende Infektionskrankheiten. Der Impfstoff wird injiziert und der Körper baut gezielt Abwehrstoffe gegen die jeweilige Erkrankung auf.  Die Antikörper verhindern einen Ausbruch und eine Verbreitung der Krankheit.

Die Tollwutimpfung zählt zu den bekanntesten Impfungen in der Tierwelt. Innerhalb der EU darf ein Haustier eine Landesgrenze nur mit gültiger Tollwutimpfung überschreiten. Auf der Welt sterben jährlich noch immer über 50000 Menschen an Tollwut vor allem in den Schwellenländern.

1990 gab es in Österreich über 2000 an Tollwut erkrankte Tiere. Seit 2008 ist Österreich tollwutfrei aufgrund großflächiger Impfmaßnahmen.

Eine weitere wichtige Impfung beim Hund ist die Leptospirose, ebenfalls, wie die Tollwut, eine sogenannte Zoonose, eine Erkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragbar ist.

Bei Katzen zählt die Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche in unserer Gegend zu den wichtigsten Impfungen, da diese Krankheiten noch immer sehr verbreitet sind und zu zahlreichen Todesfällen bei Katzen führen. Hierbei handelt es sich um eine virale Erkrankung, deren Erreger sich über Jahre im Boden hält und hochansteckend ist.

Die Impfintervalle unterscheiden sich von Krankheit zu Krankheit, während z.B. eine Tollwutimpfung nach gründlicher Grundimmunisierung nur mehr im Abstand von 3 Jahren notwendig ist, sind die Antikörper gegen Leptospirose sehr kurzlebig und müssen jährlich aufgefrischt werden.

Um Antikörper aufzubauen ist es wichtig, dass das Tier gesund und parasitenfrei ist. Vor jeder Impfung erfolgt eine klinische Untersuchung des Patienten.

Viele Patientenbesitzer haben Angst vor sogenannten Impfreaktionen. Keine Impfreaktion ist jedoch auch nur annähernd so gefährlich wie die Krankheiten gegen die wir Impfen.

Der Leitsatz unserer Praxis in Bezug auf Impfungen lautet: So wenig wie möglich, aber so viel wie notwendig.