Infos zur Narkose – Juli 2010

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In der tierärztlichen Praxis sind häufig Narkosen notwendig. Es gibt Tiere, die lassen sich nicht untersuchen oder zum Beispiel Blut entnehmen, mit einer kleinen Beruhigungsspritze geht es problemlos. Eine Zahnsteinentfernung ist in der Regel ohne Narkose gar nicht möglich. Operationen sind ein weiteres Thema für sich.  Das Operationsrisiko kann deutlich vermindert werden, wenn man einige wichtige Grundsätze beachtet.

Voruntersuchung

Vor dem Eingriff werden die Tiere untersucht, eine Blutuntersuchung gibt Auskunft über die korrekte Funktion wichtziger Organe. Die Blutuntrsuchung sollte nicht älter als ein bis max. zwei Monate sein. Ab und zu kann es notwendig sein, zusätzliche Untersuchungen (Ultraschall, Röntgen, EKG, etc.) durchzuführen, um mögliche Probleme zu erkennen.

Vorbereitung

Am Abend vor einer geplanten Opeation darf nach 22 Uhr nichts mehr gefressen werden. Sollte es trotzdem passieren, dass etwas erwischt wurde, bitte unbedingt mitteilen. Während der Narkose funktionieren manche Schutzreflexe nicht und im Falle eines Erbrechens von Mageninhalt ist es möglich, dass dieser unbemerkt in die Lunge gelangen kann. Es entwickeln sich in solchen Fällen dramatische Lungenentzündungen, die bleibende Schäden verursachen können. Bekommt Ihr Haustier Dauermedikamente, sollten Sie uns das auf jeden Fall mitteilen.

Die Narkose

Die Narkose wird individuell an das Tier, seinen Gesundheitszustand und sein Alter angepasst. Es kommen sowohl die Injektions- , als auch die Inhalationsnarkose zum Einsatz. Ei längeren Eingriffen wird auf jeden Fall intubiert, damuit der Luftweg gesichert ist. Über diesen Tubus kann dem Tier Sauestoff zugeführt und es kann auch beatmet werden.  Während der Narkose werden laufend die wichtigsten Vitalfunktionehn überprüft. Bereits vor der Narkose wird mit dem Schmerzmanagement begonnen, sodaß die Tiere später beim Aufwachen keine Probleme bekommen.

Aufwachphase

Nach der Operation wird versucht, ein möglichst ruhiges Aufwachen zu gewährleisten. Wenn notwendig bekommen die Tiere geheizte Liegematratzen und Sauerstoff, sodass sie sich gut erholen können.

Schmerztherapie

Schmerzen müssen nicht sein! Normalerweise sind Schmerzen ein Schutzmechanismus für den Körper, der aber bei Operationen, die künstliche Schmerzen hervorrufen, nicht notwendig ist.  Tiere können es uns nicht sagen, wie schmerzvoll Operationswunden sind, daher ist es unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass es keine Schmerzen gibt!

INFO:

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