Silvesterangst bei Hunden

Bild: Fotolia/ psdesign1
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Alle kennen es: Das Jahresende naht und somit auch die Knallerei und die Feuerwerke. Für viele Hunde ist der Jahreswechsel ein großer Schrecken. Böller und Raketen verursachen oft große Angst. Häufig treten diese Angstzustände erst ab dem 2. Lebensjahr auf und verstärken sich von Jahr zu Jahr. Ursachen können genetisch bedingt (z.B bei Border Collies, Bearded Collies, etc.) oder durch fehlende Gewöhnung an laute Geräusche in der Prägungsphase oder durch ein Erlebnis in Verbindung mit lauten Geräuschen entstanden sein.

heidi_95Von Mag. Heidi Hirscher

Symptome der Angst sind vielfältig: zurückgelegte Ohren, geduckte Haltung, auf den Rücken drehen, winseln, heulen, ausweichen, Flucht bis hin zu aggressivem Verhalten.

Wie Sie ihrem Hund helfen können
Neutrales Verhalten: Wenn der Hund Angstsymptome zeigt, ist es besser ihm keine besondere Zuwendung zu schenken, denn dies bestätigt ihn in seinem Angstverhalten. Besser ist es, sich einfach neben den Hund zu setzen, ein Buch zu lesen oder fernzusehen und ihm somit das Gefühl zu geben, dass nichts Außergewöhnliches passiert.

Rückzugsorte: Hat ihr Hund bevorzugte Zufluchtsorte (z. B. unter dem Bett, Badezimmer…), so sollten diese jederzeit frei zugänglich sein. Fenster und Türen geschlossen halten und im Haus eine unauffällige Geräuschkulisse z. B mit Fernseher oder Radio herstellen. Ängstliche Hunde sollten niemals zu einem Feuerwerk mitgenommen werden. In der problematischen Zeit ist es besser, mit dem Hund nur an der Leine spazieren zu gehen.

Medikamente: Bei sehr großer Silvesterangst ist häufig auch eine medikamentöse Therapie angezeigt. Wenden sie sich hierzu bitte schon einige Wochen vor Silvester an ihren Tierarzt, da dieser dann den bestmöglichen Plan für ihren Hund erstellen kann. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie ihrem Tier geholfen werden kann. Zur Auswahl stehen Arzneimittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen, Homöopathika und schulmedizinische Medikamente, die bis zum Wirkungseintritt unterschiedlich lange verabreicht werden müssen.

Lassen sie sich rechtzeitig beraten, was für ihr Tier das Beste ist!

Weitere Infos:
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