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Blutuntersuchungen

Blut ist ein ganz besonderer Saft, lässt Goethe seinen Mephistopheles sprechen, als er Faust auffordert, den Pakt mit ihm mit einem Tröpfchen Blut zu unterzeichnen. Haben Raubtiere und auch Jäger am Blut geleckt, wird der Beutetrieb extrem gesteigert und es wird für die Verfolgten schwierig, zu entkommen.

Eine Blutuntersuchung kann den Tierarzt auf die richtige Fährte bringen und ist in der modernen tierärztlichen Praxis daher nicht mehr wegzudenken. In vielen Praxen werden Blutuntersuchungen gleich vor Ort durchgeführt, sodass die Patientenbesitzer auf die Ergebnisse warten können. In manchen Fällen werden Blutproben in Speziallabors geschickt.

Welche Blutuntersuchungen werden normalerweise durchgeführt?

Das Differentialblutbild oder große Blutbild gibt einen Aufschluss über die Blutzusammensetzung (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen) und kann auf mögliche Erkrankungen wie Infektionen oder Mangel-Erscheinungen (z. B. Blutarmut) hinweisen.

Mit der physikalisch-chemischen Untersuchung des Blutes kann die Funktion der inneren Organe überprüft werden. Oft ergibt die klinische Untersuchung des Patienten zwar Indizien für eine Krankheit, die Bestätigung bekommt man aber erst durch die Blutuntersuchung. Nierenerkrankungen, Diabetes und Schilddrüsenprobleme sind nur einige Beispiele dafür. Genau so wesentlich wie die Diagnose ist auch die Therapiekontrolle. Nach einer Kontrolluntersuchung der jeweiligen Parameter kann die Therapie individuell angepasst werden, wenn es notwendig erscheint (Beispiel: Blutzuckerkontrolle)

PCR-Schnelltests (Polymerase-Kettenreaktion) helfen zum Beispiel dabei Viruserkrankungen (Leukose, etc.) eindeutig zu diagnostizieren.

Vor allem bei älteren Tieren (ab ca. 6-7 Jahren) werden Blutuntersuchungen standardmäßig vor Narkosen durchgeführt.

Ab einem Alter von etwa 7-8 Jahren machen auch Gesundenuntersuchungen Sinn. Gar nicht so selten kann man mit passenden Arzneien die Lebensqualität unserer Haustiere deutlich verbessern. So liegt beispielsweise die durchschnittliche Lebenserwartung bei Hauskatzen mittlerweile bei 12 – 16 Jahren.

Mikrosopie

Mit dem Mikroskop werden Hautgeschabsel und Kotproben auf Parasiten untersucht.

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